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Wechsel von Tiny Tiny RSS zu FreshRSS in Kombination mit FeedMe

Die täglichen Nachrichten verfolge ich am Desktop sowie dem Android-Smartphone per Feedreader. Im Laufe der Jahre habe ich damit die für mich interessantesten Quellen zusammengestellt und kann diese thematisch in Form eines Newstickers lesen.

Bislang habe ich dafür eine selbst gehostete Instanz von Tiny Tiny RSS beim Hoster meiner Wahl genutzt. Das damit einhergehende Client-Server-Prinzip hat den Vorteil der einfachen Synchronisation zwischen den einzelnen Clients. Parallel zu Tiny Tiny RSS habe ich aber auch immer wieder mal die Software FreshRSS getestet. Mit deren Version 1.10 und der Kompatibilität zu FeedMe habe ich dann den Wechsel vollzogen. FrehsRSS läuft gefühlt schneller, bietet alle für mich relevanten Features und die Entwickler bringen in regelmäßigen Abständen neue Versionen inklusive einem vernünftigen Changelog heraus.

Auf dem Desktop-PC nutze ich die Weboberfläche von FreshRSS zum Lesen und unter Android auf dem Smartphone FeedMe welches seit der Version 3.5.x Unterstützung für FreshRSS anbietet (übrigens auch für Tiny Tiny RSS, interessant für jeden der einen alternativen Client zum Offiziellen sucht). FeedMe ist closed source, aber kosten- und werbefrei. Mit der Möglichkeit von In-App-Käufen kann der Entwickler aber unterstützt werden. Erweiterte Funktionen werden damit aber nicht freigeschaltet. Zusätzlich zu den wichtigen Funktionen eines Feedreaders bietet FeedMe Podcast-Unterstützung und die Möglichkeit bei gekürzten Feeds den kompletten Text anzeigen zu lassen (mehr dazu weiter unten). Auch bei der Gestaltung der Oberfläche sind einem kaum Grenzen gesetzt. Ich jedenfalls habe mich sehr schnell mit der Software angefreundet.

Da ich vermehrt die News auf dem Smartphone verfolge und den Wechsel vom Newsreader zum Browser vermeiden möchte, ist es mir wichtig, dass der Feedreader auch bei Webseiten ohne Fullfeed problemlos den vollen Text herunterladen kann. Tiny Tiny RSS nutzt dafür die Readability-Bibliothek. Leider ist diese für viele Webseiten nicht wirklich zuverlässig. Bei FreshRSS lässt sich in den Feed-Einstellungen einfach der für den eigentlichen Content verantwortliche CSS-Selektor angeben. Diesen kann man recht einfach mit den Web-Entwicklertools der gängigen Browser extrahieren. Für heise.de wäre dies bspw. der CSS-Selektor article-content, welcher in FreshRSS in den erweiterten Einstellungen des Feeds eingetragen wird. Erwähnenswert in dem Zusammenhang auch die Software rss-bridge. Diese Software zum selber hosten generiert für Webseiten ohne bzw. mit unvollständigem Feed (aktuell ca. 150) diverse Ausgabeformate, darunter auch einen gültigen RSS-Feed.

Mir persönlich gefällt die Kombination aus FreshRSS und FeedMe sehr gut und bisher sehe ich keinen Grund wieder zu Tiny Tiny RSS zurückzukehren.