Minecraft – Aller Anfang ist schwer

Dieser Artikel erschien zuerst auf meinem Blog MMOGui. Anlässlich der heute erschienenen finalen Version von Minecraft habe ich den alten Artikel etwas aktualisiert und ihn nun an dieser Stelle wieder veröffentlicht.

Über das Spiel

Irgendwo ist Minecraft ein kleines Phänomen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich dieses kleine, unabhängige und grafisch sehr eigenständige Spiel hunderttausende Male verkauft. In der Alpha-Phase mussten für Minecraft zehn Euro und in der Beta-Phase fünfzehn Euro bezahlt werden. Mit der jetzigen finalen Version sind nun zwanzig Euro fällig. Mit den bisher verkauften Kopien hat es Markus Persson alias Notch, der Programmierer von Minecraft, inzwischen zum Millionär geschafft und mit dem eingenommen Geld eine kleine Spielefirma namens Mojang Specifications gegründet um sich ganz der Entwicklung von Minecraft und anderen Spielen widmen zu können.

Minecraft, gehört zu den so genannten Sandbox- oder Open-World-Games. Es ist in Java programmiert und damit problemlos auf verschiedenen Betriebssystemen lauffähig. Beim Start wird eine zufällig generierte Welt geschaffen, deren Objekte nur aus Würfeln bzw. Blöcken unterschiedlichen Materials bestehen. Diese können abgebaut und damit neue Dinge durch so genannte Rezept-Kombinationen erschaffen werden. Nur ein kleines Beispiel: Ein Baum besteht aus Holz-Blöcken, welche eingesammelt werden. Aus diesen Blöcken können Bretter hergestellt werden, welche wiederum Grundlage für Stöcke sind. Aus den Stöcken können dann beispielsweise Fackeln hergestellt werden. Es existiert ein zehnminütiger Tag- und Nachtzyklus, wobei nachts diverse Gegner, wie Zombies, Skelette oder Spinnen ihr Unwesen treiben. Die Anzahl und ob überhaupt Gegner vorhanden sein sollen lässt sich über den Schwierigkeitsgrad in den Optionen steuern. Ein eigentliches Spielziel gibt es bisher noch nicht. In dem bisher vorhanden Survival-Mode geht bisher einzig und allein um das Überleben bzw. das Ausleben des Spieltriebes beim Erschaffen/Verändern und Erkunden der Welt. Zukünftig soll es aber weitere Spielmodi geben. Beispielsweise ist ein Adventure-Mode in Arbeit, welcher die für ein Adventure/Rollenspiel typischen Elemente in Minecraft integriert. Neben dem Einzelspielermodus können über freie oder eigene Server auch Mehrspielerpartien gespielt werden.

Nun bin ich seit kurzem ebenfalls im Besitz dieses Spieles und spazierte anfangs ziemlich verloren in Welt von Minecraft herum. Aufgrund des fehlenden Tutorials bin ich da sicherlich nicht der einzige dem es so erging. Also begab ich mich im Internet auf die Suche nach diversen Einsteigerhilfen. Nun, was soll ich sagen. Aufgrund der rasanten Verbreitung des Spieles wird man mit Informationen zum Spiel geradezu überhäuft. Deshalb habe ich mir gedacht, fasse ich an dieser Stelle doch einfach mal die meiner Meinung nach interessantesten und wichtigsten Dinge und Links rund um Minecraft zusammen.

Kaufen, Herunterladen, Installieren und Starten

Kaufen (Registrierung notwendig) und herunterladen könnt ihr das Spiel auf der offiziellen Webseite. Die heruntergeladene Datei abspeichern wo es beliebt und ausführen. Beim ersten Start lädt sich der Client die benötigten Spieledaten herunter. Sie sind, genau wie die Savegames, in folgendem Ordner zu finden:

Windows XP: c:\Dokumente und Einstellungen\BENUTZER\Anwendungsdaten\.minecraft
Windows 7/Vista: C:\Users\BENUTZER\AppData\Roaming\.minecraft
Linux: /home/BENUTZER/.minecraft
Mac OS X: /Users/BENUTZER/Library/Application Support/minecraft

Unter “Options…” findet ihr nun diverse Einstellungen. Der wichtigste Punkt ist dabei sicherlich der Schwierigkeitsgrad. Peacefull bedeutet dabei, dass keine Monster spawnen. Unter Video Settings… sind diverse grafikspezifische Sachen wie Sichtweite oder 3D-Ansicht einstellbar. Tasten können unter “Controls…” angepasst werden. Nun im Haupmenü “Singleplayer” gewählt und schon kann eine Welt erstellt und betreten werden. Noch kurz zu einigen Tastenbelegungen in der Standardeinstellung. Die Taste F1 schaltet das Benutzerinterface aus. Wird die Taste F2 betätigt erstellt Minecraft einen Screenshot. Mit der Taste F5 kann zwischen “First person” und “Third person” gewechselt werden. Der Vollbildmodus ist mit der Taste F11 zu- und abschaltbar. Mit den Tasten W, A, S und D bewegen wir den Avatar durch die Welt. Springen wird über die Leertaste erreicht. Die Shift-Taste in Kombination mit einer Bewegungstaste lässt euch ducken und langsam bewegen. In diesem Bewegungsmodus könnt ihr beispielsweise nicht von Felsen fallen. Mit der Taste E wird das Inventar aufgerufen. Per Mausrad oder den Zahlentasten 1 bis 9 lassen sich die Gegenstände in der Hotbar auswählen. Soviel zu den grundlegenden Tastenkombinationen. Nun aber rein ins Spiel.

Erste unbeholfene Schritte

Einen tollen kurzen Einstieg in Minecraft liefert das englischsprachige Comic How To Play Minecraft von Minecraftopia. Etwas ausführlicher und in deutscher Sprache findet ihr einen Einstiegsguide im Minecraft Wiki.

Aber auch zwei Videoguides sind zu empfehlen. Beispielsweise das englischsprachige Tutorial How to Survive von paulsoaresjr. Besonders hervorheben möchte ich aber das Let’s Play Minecraft (und nicht nur das) von Gronkh. Es ist verdammt witzig und aufschlussreich dem sympathischen Gronkh beim Zocken zuzuschauen. Inzwischen sind auf seiner Seite auch andere Let’s Player versammelt um euch feine Videos zu präsentieren.

Weiterführende Hilfen und Infos zum Spiel, wie beispielsweise die zahlreichen benötigten Crafting-Rezepte, sind im umfangreichen Minecraft Wiki zu finden. Dies existiert in verschiedenen Sprachen unter anderem auch in deutsch.

Mit Kubik existiert außerdem ein Programm für den Desktop, welches sich nach dem Start im Vordergrund befindet (funktioniert nur im Fenstermodus von Minecraft) und somit im Spiel immer erreichbar ist. Kubik bietet alle wichtigen Informationen zu den Blöcken, Gegnern, Rezepten etc. die in Minecraft integriert sind. Zusätzlich gibt es noch einen Chat über den man sich mit anderen Spielern austauschen kann. Die Software benötigt Adobe AIR.

Minecraft modifizieren

Mit Hilfe von Modifikationen, kurz Mods, kann Minecraft vielfach angepasst oder völlig neue Spielelemente integriert werden. Texture Packs verändern das Aussehen der Blöcke und Objekte im Spiel. Eine umfangreiche Sammlung an Texturen findet ihr im Texture Pack Central. Unten ist beispielsweise der Unterschied zwischen den Standardtexturen (oben) und dem beliebten Painterly Pack (unten) zu sehen.

So genannte Skins wiederum passen die Optik der Avatare an. Mit externen Tools, wie Map- oder Inventar-Editoren, Backup Utilities, Server Wrappern und sonstigen Helfern existieren eine große Anzahl weiterer Programme und Editoren für Minecraft.

Letztendlich also ein unendlich großes Betätigungsfeld für Bastler und Fans, welche beispielsweise im Minecraft Museum bestaunt werden können.

Favicon Downloader – ein Plugin für KeePass

Bisher wusste ich gar nicht, dass es überhaupt Plugins für KeePass gibt. Nun bin ich zufälligerweise über eines gestolpert, welches die Übersicht der Einträge in KeePass unglaublich erhöht.

KeePass Favicon Downloader lädt mit einem Klick das zur eingetragenen Webseite zugehörige Favicon herunter. Dies geschieht einfach per Klick mit der rechten Maustaste auf einen oder mehrere Einträge im Passwortmanager bzw. über das Menu “Extras – Download Favicons for all entries”.

Der gesuchte Eintrag lässt sich nun um einiges schneller finden. Eine tolle Sache wie ich finde. Weitere Plugins sind übrigens auf der offiziellen Webseite von Keepass zu finden.

Schriftproblem im Google Reader unter Opera beheben

Zur Zeit bin ich im Internet mal wieder ab und an mit dem Webbrowser Opera unterwegs. Dabei habe ich feststellen müssen, dass die Schrift in der Listenansicht des Google Readers Probleme bereitet (s. Bild). Glücklicherweise habe ich ein Howto im Internet gefunden um diesen Umstand beheben zu können.

Einfach eine Datei namens user.css mit folgendem Inhalt anlegen:

#entries.list .collapsed .entry-secondary .snippet {
   line-height: 16px;
}

Diese Datei in einem beliebigen Ordner speichern und in Opera den Pfad dazu angeben (Einstellungen – Erweitert – Inhalte – Darstellungsoptionen). Standardmäßig sucht Opera die Datei im Ordner styles des Opera-Programmverzeichnisses.

Todo.txt – ein simpler aber effizienter ToDo-Manager

Todo.txt bietet eine simple Möglichkeit der ToDo-Verwaltung. Ursprünglich nur als Bash-Skript für die Kommandozeile gibt es inzwischen graphische Oberflächen für Android und Windows. Eine iPhone-Variante ist derzeit ebenfalls in Arbeit. Gespeichert werden die Tasks in einer einfachen ASCII-Datei namens todo.txt und können somit neben den zur Verfügung stehenden graphischen Tools auch von jedem Text-Editor gelesen und bearbeitet werden.

Die Tasks können einem Projekt oder Kontext zugeordnet sowie priorisiert werden. Die Android-Variante namens Todo.txt Touch bietet außerdem zusätzlich die Möglichkeit der Synchronisierung mittels Dropbox. Für Windows existiert eine NET-Oberfläche. Des weiteren existieren neben dem ursprünglichen Skript in Bash für Linux auch in Python geschriebene Skripte. Einfach mal bei Github nach todo.txt suchen.

Nachfolgend die Downloadmöglichkeiten von todo.txt. Die Androidversion gibt es auch im offiziellen Market, kostet dort aber ein wenig Geld.

Todo.txt (Bash-Skript)
Todo.txt touch (Android)
todotxt.net (Windows)

Double Commander 0.5.0 beta erschienen

Ziemlich genau ein Jahr nach der letzten Beta 0.4.5.2 ist nun Version 0.5.0 (ebenfalls Beta) des zweispaltigen Dateimanagers erschienen. Für Windows mag der Double Commander ein Dual Pane File Manager unter vielen sein, aber für Linux ist er die einzig echte Alternative zum beliebten Total Commander. Im Prinzip ist die Software ein Klon des erwähnten Total Commanders von Ghisler und unterstützt sogar dessen Plugins. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Funktionsweise und die Features (inkl. Tabs, Unterstützung von FTP, Packern und Netzwerk, etc.) denen des Total Commanders ähneln. Einzig das geniale Syncronisationstool des Total Commanders vermisse ich. Eine komplette Liste der Leistungsmerkmale des Double Commanders ist auf der offiziellen Webseite zu finden.

Die Software steht für Windows (installierbares Paket) und Linux (DEB- und RPM-Package) in jeweils 32 und 64 bit zur Verfügung. Außerdem existieren für beide Systeme portable Versionen.

Persönlich nutze ich unter Windows weiterhin den genialen Total Commander aber unter Linux ist der Double Commander schon länger der Dateimanager meiner Wahl.