HardlinkBackup – quasi eine rsync-GUI für Windows

Da bin ich doch letztens bei Caschy in den Kommentaren zu einem seiner Artikel auf ein interessantes Programm für Datenbackups gestoßen. Das gute Stück Software hört auf den Namen HardlinkBackup und tut genau das was der Name verspricht, inkrementelle Backups inkl. Unterstützung von harten Links.

Dank dieser hard links können bspw. tägliche Backupsätze problemlos ohne großen Platzverlust (für jeden Backupsatz werden nur die geänderten Dateien neu kopiert, unveränderte Dateien werden verlinkt) auf eine externe Festplatte kopiert werden und erscheinen dabei trotzdem jedes mal auf dem Ziel als Vollbackup. Jeder Backupsatz kann gefahrlos gelöscht werden ohne das die anderen Backupsätze davon beeinträchtigt werden. Da die Daten auf das Ziellaufwerk nur kopiert bzw. verlinkt werden, sind sie jederzeit mit den üblichen Bordmitteln der Betriebssystem lesbar und wiederherstellbar.

Die Programmoberfläche ist selbsterklärend. Für Fragen existiert ein ausreichend umfangreiches Handbuch im PDF-Format. Wenn man dort nicht fündig werden sollte besteht immer noch die Möglichkeit den Autor direkt über die Webseite zu kontaktieren. Neben der kostenfreien Variante existieren noch verschiedene kostenpflichtige Versionen mit erweiterten Features von HardlinkBackup. Diese sind aber für den Privatgebrauch nicht unbedingt erforderlich. Zusätzlich wird das Microsoft .Net Framework 4 benötigt.

Persönlich hat bei mir HardlinkBackup bis auf weiteres die Kombination RoboCopy/YARCGUI abgelöst. HardlinkBackup ist schneller, einfacher in der Handhabung und ist der Philosophie von rsync noch am nächsten.

Gow – eine leichtgewichtige Alternative zu Cygwin

Mit Gow (Gnu On Windows) lassen sich über hundert UNIX-Befehle unter Windows nutzen. Gow bietet einen einfachen Installer, welcher neben der Installation der Befehle auch gleich die PATH-Variable setzt, so dass die Kommandos von jedem Verzeichnis aus nutzbar sind.

Der Autor der Software möchte Gow als leichtgewichtige Alternative zu Cygwin verstehen. Wer mehrere der im Screenshot zu sehenden UNIX-Tools benötigt findet in Gow sicherlich auch eben diese. Werden aber nur ein oder zwei dieser Tools genutzt ist auch das Projekt GnuWin32 einen Blick wert.

Unofficial Chrome Apps

Wer eine bestimmte App für Chrome sucht und im offiziellen Chrome Web Store nicht fündig wird, sollte einmal die Seite Unofficial Chrome Apps besuchen. Dort gibt es reichlich Apps um die Seite “Neuer Tab” von Chrome zu füllen.

Nun, eigentlich kann nicht wirklich von Apps gesprochen werden. Vielmehr  sind es Links zu bekannten Webseiten, wobei meist mehrere Icons für die jeweilige Seite zur Auswahl stehen.

Diese Art von Apps lassen sich übrigens auch relativ leicht selber erstellen. Wer Interesse daran hat kann sich bspw. einfach mal den Artikel How To Create Your Own Chrome Web Apps zu Gemüte führen.

UwAmp – eine sehr gute Alternative zu XAMPP

Eine LAMP- , WAMP oder auch MAMP-Umgebung benötigt sicher jeder Nutzer der sich mit der Erstellung von Webseiten bzw. Webanwendungen auseinandersetzt. XAMPP gehört dabei sicherlich zu den bekanntesten Paketen. Es ist ein ausgereiftes System und steht außerdem für verschiedenste Plattformen zur Verfügung.

Nun gibt es aber auch andere Systeme welche um die Gunst der Nutzer buhlen. Eines davon nennt ist UwAmp. Diese Software bietet einige Annehmlichkeiten gegenüber anderen WAMPs. Hier mal in kurzen Stichworten ein kleiner Überlick:

  • portabel (ideal für den USB-Stick oder Anwendungen wie Dropbox)
  • übersichtliches Interface (erreichbar üben den Infobereich der Taskleiste) mit Echtzeitüberwachung der CPU-Nutzung
  • mehrere PHP-Versionen parallel nutzbar
  • einfaches Anpassen der Konfigurationsdateien von Apache, PHP und MySQL über ein Menü oder, für Puristen, über einen wählbaren Texteditor
  • schnelles Zurücksetzen von WuAmp auf den Originalzustand

Da sind einige Dinge dabei die mir XAMPP nicht bieten kann. Nach einer kurzen Testphase hat mich UwAmp überzeugt und wird nun erst einmal die nächste Zeit XAMPP ersetzen.

EncFS für Windows

EncFS ist eine kleine Verschlüsselungserweiterung um schnell und ohne großen Aufwand Dateien unter Linux schützen zu können. Vor allem in Verbindung mit Dropbox ist dieses Tool von großem Nutzen und wird auch häufig in dieser Kombination eingesetzt.

Mit encfs4win ist dies nun auch unter Windows möglich. Neben dem Download von encfs4win ist dafür auch die Installation von Dokan (im Prinzip FUSE für Windows) notwendig. Neben dem Kommandozeilentool (encfs.exe) existiert auch ein kleines Programm (encfsw.exe) für den Infobereich der Taskleiste (auch System Tray genannt) um schnell und bequem verschlüsselte Ordner erstellen bzw. lesen zu können.

Eine weitere komfortable und einfach zu bedienende Lösung für Windows und Android, ebenfalls basierend auf EncFS, existiert in Form von BoxCryptor. In der kostenfreien Variante leider mit Einschränkung auf 2GB. Wer mehr benötigt muss dann zahlen.