Unter Windows bin ich schon sehr viele Jahre begeisterter Nutzer des Dateimanagers Total Commander. Leider gibt es dieses geniale Stück Software nicht für Linux. Ich habe alle möglichen bekannteren und unbekannteren Linux-Alternativen ausprobiert, den GNOME Commander, Krusader, Tux Commander, emelFM2, gentoo oder auch den muCommander. Aber so wirklich sagt mir keine davon zu. Zu langsam, zu wenig Features oder auch einfach nur optisch nicht ansprechend. Es will sich einfach nicht das Total Commander Gefühl einstellen. Am Ende bin ich bei größeren Datei-Operationen dann doch immer wieder beim Midnight Commander in der Konsole gelandet.

Nun verfolge ich schon längere Zeit die Entwicklung vom Double Commander. Die Entwickler beschreiben die Software mit folgenden Worten:
Double Commander is a cross platform open source file manager with two panels side by side. It is inspired by Total Commander and features some new ideas.
Inspiriert ist vielleicht etwas untertrieben. Die Software kopiert so ziemlich alles vom Total Commander. Sei es die Anordnung der Menüs und Kommandos, die gebotenen Funktionen oder gar die Möglichkeit zur Nutzung der originalen Plugins des Total Commanders. Das soll jetzt überhaupt nicht negativ klingen. Ich begrüße ausdrücklich den Weg den die Entwickler mit der Software gehen. Das handling und feeling des Total Commanders hat sich bewährt, was sich ja auch in der Anzahl der Fans dieser Software niederschlägt. Warum sollten da großartig andere Wege beschritten werden. Eine komplette Funktionsübersicht des Double Commanders findet ihr auf der Webseite.
Ende Februar wurde nun wieder ein neues Release veröffentlicht. Zeit sich wieder ausführlicher mit dem Double Commander, den es übrigens in einer Linux- und Windowsvariante in 32bit oder 64bit gibt, zu beschäftigen. Neben dem Source-Code gibt es auch fertige Binaries zum Download. Die Entwickler haben dabei an die unterschiedlichsten Einsatzbedingungen und Nutzervorlieben gedacht. Für Windows gibt es eine installierbare und eine portable Version. Für Linux werden Pakete als DEB (Ubuntu, Debian, etc.), RPM (Fedora, openSUSE, etc.) oder TAR.GZ in jeweils einer GTK- oder Qt-Variante angeboten. Da wird doch für jeden etwas dabei sein.